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Thüringer Rennrodler überzeugen bei den nationalen Titelkämpfen: Deutsche Meistertitel für Langenhan und Eggert/Benecken

|   TSBV

Altenberg/Oberhof.  Mit einem Fingerzeig starten die Thüringer Rennschlittensportler in die Wettkampfsaison vor den Olympischen Spielen in Südkorea. Bei den Deutschen Meisterschaften im sächsischen Altenberg sicherten sich Andi Langenhan im Herren Einzel, Toni Eggert und Sascha Benecken im Herren Doppel die nationalen Titel.

Der Zella-Mehliser Langenhan hatte nach einer bereits überzeugenden Trainingswoche einen goldenen Sonntag und konnte trotz eines kleinen Fehlers am Start des zweiten Laufs, den für Oberhof startenden Johannes Ludwig auf den zweiten Platz verweisen. Erst auf Platz drei folgte Olympiasieger und Weltmeister Felix Loch (Berchtesgaden). Ein Ausrufezeichen setzte Sebastian Bley vom Rodelteam Suhl mit zwei sehr soliden Läufen und somit dem 5. Platz im Klassement. „Was die Männer heute abgeliefert haben, hat mich in weiten Teilen überzeugt. Trotz kleiner Fehler konnten Andi und Johannes die Konkurrenz deutlich hinter sich lassen. Ich freue mich aber auch über die gute Leistung von Sebastian Bley. Dass er heute so eine respektable Leistung abrufen kann, hat sich in der Trainingswoche nicht unbedingt angedeutet“, resümiert der Oberhofer Stützpunkttrainer Jan Eichhorn.

Mit Blick auf die Resultate bei den Doppelsitzern gerät er fast schon ins Schwärmen. „Was Toni Eggert und Sascha Benecken zeigen ist  absolute Weltklasse. Sie steigern sich von Rennen zu Rennen und die Formkurve spricht eine wirklich deutliche Sprache“. Der Blick auf Tabloid bestätigt die Einschätzung des Trainers dabei sehr deutlich. Mit fast 4/10tel (0,382s) deklassierte das Thüringer Duo die Berchtesgadener Olympiasieger von Sotschi Tobias Wendel und Tobias Artl förmlich. Ebenso wie im Herren Einzel zeigte der Thüringer „Nachwuchs“ bei den Doppelsitzern eine sehr respektable Anschlussleistung. Florian Löffler (RRV Sonneberg/Schalkau) und Florian Berkes (RT Suhl) verpassten mit Platz vier und einem Rückstand von nur 0,032s das Podest nur knapp.

Einziger Wehrmutstropfen an dem für die Thüringer Rodler sonst so erfolgreichen Meisterschaftswochenende waren die Leistungen bei den Damen. Nachdem Weltmeisterin Tatjana Hüfner in der Trainingswoche ein wahres Startzeitfeuerwerk abbrannte, erwischte sie heute einen rabenschwarzen Tag und leistete sich in beiden Läufen gleich zweimal die „Bande“ bereits am Start. Mehr als Platz vier war deshalb für die Oberhoferin nicht drin. Aufs Podest schaffte es dafür, die für Ilmenau startende Dajana Eitberger, die sich nach nicht ganz optimalen Läufen den dritten Platz sicherte.

„Die Leistungen der Damen blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Zwar hat Tatjana in der Vorbereitung gezeigt, was möglich ist, aber wir müssen mit Blick auf Olympia noch eine Menge arbeiten. Dazu gehören nicht nur Dinge, die Material und Technik betreffen, sondern eben auch die mentale Stabilität“, erklärt Trainer Eichhorn kritisch.

Der Sportdirektor des Thüringer Schlitten-und Bobsportverbandes (TSBV), Uwe Theisinger, ist indes zuversichtlich: „Die Richtung stimmt. Unsere Thüringer Athletinnen und Athleten sind im Zeitplan für Pyeongchang und unser „Nachwuchs“ hat mit den Leistungen in Altenberg gezeigt, dass er Anschluss zur nationalen Spitze halten kann.“